Die Taunus Torpedos: Teil 3. Die zweite RL-Saison / Fanfreundschaft mit den Braunauer Bulldogs

Hallo, liebe Fussballfreunde und Unterstützer des SV Wehen,

dies ist der dritte Artikel in der Serie über die erste aktive Zeit der Taunus Torpedos. Nach Nummer 1 und Nummer 2 widmen wir uns heute den Fragestellungen, warum man Wehen wählen sollte, wieso eine Salmonellenvergiftung auch was gutes haben kann und warum die Torpedos niemals „oarschwarm“ wurden.

Viel Spaß!

Euer Problembär.

3. Die zweite RL-Saison / Fanfreundschaft mit den Braunauer Bulldogs

Zum Umbau der neuen überdachten Tribüne stellte sich bei den Torpedos zur neuen Saison eine weitere „Auswärtssieg“-Zaunfahne von ca. 8 m Länge ein, die ähnlich wie die Taunus-Torpedos-Zaunfahne gehalten war, allerdings mit roter Schrift auf schwarzem Grund. Gerade auswärts belegte man jetzt zusammen mit einem kleineren „Hennethal“ Banner fast 20 Meter Werbebande!

Zum Spiel am Bundestagswahlwochende 1998 zierte ein von den Torpedos angefertigtes drei Meter großes „Wählt Wehen“ Plakat den Raum hinter dem Tor. Der absolute Höhepunkt in dieser Saison sollte aber am 07.11.98 folgen als die Torpedos sich um 6 Uhr morgens mit dem gewohnten 9-Mann-Brita Bus auf zum Auswärtsspiel nach Burghausen machten. Erst vor Ort hat man erfahren, dass das Spiel abgesagt worden ist, da der Großteil der Weher Mannschaft wegen einer Salmonellen-Vergiftung im Krankenhaus lag. Nachdem der Schock verdaut war und man sich davon überzeugt hatte, dass es sich nicht um einen Scherz der versteckten Kamera handelte, überlegte man, wie man das verkorkste Wochenende noch retten konnte. Nach kurzer demokratischer Abstimmung zwischen Salzburg und Braunau entschloss man sich das österreichische Zweitligaspiel zwischen der SV Braunau und Obi Wörgel zu besuchen. Den ursprünglichen Plan, den Gegner Wörgel zu unterstützen, der von exakt Null Fans begleitet wurde, gab man bald auf, da man sich recht schnell mit den Mitgliedern des  Fanclubs „Braunauer Bulldogs“ anfreundete.

Das Spiel wurde verloren, aber am Support lag es sicherlich nicht. Gemeinsam feuerten die Taunus Torpedos und die Braunauer Bulldogs die SV Braunau an, Torben gab alles und trommelte sich die Hände wund und am Ende zündete man noch gemeinsam etwas Rauch und ein oder zwei Bengalos. Die folgende Party ging bis in den Abend hinein und man versprach sich bald wieder zu besuchen. Die Torpedos machten das auch am 6. April 1999 anlässlich des österreichischem Cup-Viertelfinales gegen die SV Ried. Das Kommen der Taunus Torpedos wurde sogar im östereichischem Fernsehen und der Presse angekündigt und die Stimmung war wieder einmalig. In feinstem österreichischem Dialekt stimmte man gemeinsam „mir san koane oarschwarme Rieda“ an und dieses Mal ging die anschließende Feier bis tief in die Nacht.

Im Laufe der Saison wurde mit Genehmigung des Vereins, die ersten (ca. 20) Jaquard-Schals der Vereinsgeschichte hergestellt, die die dünnen meist einseitig bedruckten Baumwollschals ablösten. Er ist ein rot-schwarzer Balkenschal, der an beiden Enden das Vereinswappen ohne den Hessenpokalsieger-Ring zeigt. Als Schriftzug wurde in groß „SV WEHEN 1926“ und klein „Hessenpokalsieger 1988 und 1996“ gewählt. Man sieht ihn immer noch als treuen Begleiter der Fans aus der Halbergzeit.

Sportlich verlief die Saison insgesamt sehr positiv, denn die Mannschaft hielt sich die ganze Saison über im Mittelfeld auf und schonte somit die Nerven der Fans.

Taunus Torpedos 97“ – „Support Wehen 08

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