Die Taunus Torpedos: Teil 4. Die dritte RL-Saison / Rivalität mit dem FSV Frankfurt / Zersplitterung der Torpedos

Hallo, liebe Fussballfreunde und Unterstützer des SV Wehen,

es folgt der vierte Teil unserer kleinen Artikelserie (1, 2 und 3) aus den alten Tagen der Weher Fanszene. Diesmal geht es um neue Fanclubs, der Flucht des Kaba-Bärs und wie uns ein Protest das Hinterteil rettete.

Viel Spaß!

Euer Problembär.

4. Die dritte RL-Saison / Rivalität mit dem FSV Frankfurt / Zersplitterung der Torpedos

In dieser Saison gab es mal wieder eine Reform und es wurde die zweigleisige Regionalliga eingeführt, d.h. die 4 Ligen ( Nord, Nord/Ost, West, Süd) wurden auf 2 Ligen (Nord, Süd) reduziert. Dem Wunsch nach einer starken Trommel konnte ein spontanes Sammeln von Spenden nach einer Halbergpartie zuhelfen, 800 Mark waren gut angelegt und man donnerte bald mit einer rot-schwarz-gestreiften großen Trommel daheim und auswärts, so dass zumeist drei Trommeln anwesend waren.

In der Hinrunde trafen die Taunus Torpedos die schwierige Entscheidung, ab sofort komplett auf den Einsatz von Pyrotechnik zu verzichten, nachdem es ein paar Mal mit Bengalos und Rauchpulver übertrieben wurde (Brandflecken heute noch sichtbar).  Damit kam man auf Grund der bisherigen guten Zusammenarbeit einer Bitte des Vereins entgegen. Allerdings befürworteten diese Entscheidung nicht alle Mitglieder.

Da zudem einige Gründungsmitglieder der Torpedos aus beruflichen Gründen immer weniger Zeit für Fußball hatten, spaltete sich im Herbst 1999 eine Gruppe ab und gründete den Fanclub „Psychopathen 99“, der jetzt deutlich ultra-orientierter ausgerichtet war. Trotzdem war die Zusammenarbeit mit den Psychopathen eigentlich immer sehr gut. Man supportete z.B. immer noch gemeinsam und half bei der Durchführung von Choreographien. Am 10.02.2000 wurde dann der Fanclub „Die Halbergtramps“ gegründet, der ab sofort die Organisation von Auswärtsfahrten übernahm. Da es außerdem zwischen einigen Torpedos Mitgliedern private Differenzen gegeben hat, hatten die Torpedos immer weniger aktive Mitglieder und diese immer weniger Zeit, so dass man ab Mitte 2001 nicht mehr als „Taunus Torpedos“ auftrat, nachdem „Kassenwart Kaba“ mit der Clubkasse das Weite suchte. Man war weiterhin noch durch 1, 2 ständige Besucher vertreten, zu denen sich unregelmäßig immer wieder ein oder zwei ehemalige Mitstreiter auf dem Halberg gesellten.

Aber zurück zur Saison 99/00: Das Saisonfinale sollte mal wieder nervenaufreibend werden, denn am letzten Spieltag musste man in Karlsruhe gewinnen und auf einen Ausrutscher der Konkurrenz hoffen, damit man noch für die zweigleisige Regionalliga qualifiziert war. Wieder sind viele Weher Fans nach Karlsruhe gefahren, um das eigene Team zu unterstützen. Die erste Halbzeit verlief auch gut und zur Halbzeitpause war man „virtuell“ qualifiziert, da u.a. der FSV Frankfurt noch nicht führte. Das eigene Spiel wurde mit 1-2 knapp gewonnen und nun hoffte man auf die Spielergebnisse auf den anderen Plätzen. Leider gab es keine guten Nachrichten: Alles lief gegen uns und wir waren wieder abgestiegen. Aber noch auf der Rückfahrt machte im Fanbus zwei Nachrichten die Runde: Zum einen drohte dem FC Augsburg der Zwangsabstieg und zum anderen soll der FSV Frankfurt einen Wechselfehler begangen haben.

Ein Platz hätte der SV Wehen für die Relegationsrunde gut machen müssen und zwei Plätze hätte die direkte Qualifikation für die Regionalliga bedeutet, aber direkt nach dem 34. Spieltag war noch alles offen. Der Wechselfehler bestand darin, dass der Spieler Elton da Costa eingewechselt worden ist, der gar nicht auf dem Spielberichtsbogen stand. Der Verband verurteilte den FSV Frankfurt zu 500 DM Geldstrafe, aber der SV Wehen gab sich damit nicht zufrieden und legte Einspruch ein. In zweiter Instanz erkannte der Süddeutsche Fußball-Verband dem FSV Frankfurt die drei Punkte ab. Da auch Augsburg keine Lizenz bekam, war der SV Wehen doch noch gerettet.

Der FSV Frankfurt verlor die beiden Relegationsspiele gegen Jahn Regensburg mit 2-3 und 1-3 und stieg somit ab. Für die Fans des FSV Frankfurt war der Schuldige schnell gefunden: Hätte der SV Wehen nicht Protest eingelegt, hätten sie die Klasse gehalten. Ab sofort war eine neue Rivalität entstanden, die vor allem von Seiten der „Fans“ aus Bornheim gepflegt worden ist. Das Forum des SV Wehen musste sogar für kurze Zeit geschlossen werden. In der nächsten Saison traf der SV Wehen im Hessenpokal auf dem Halberg wieder auf den FSV Frankfurt. Das Spiel konnte erst in der Verlängerung, aber dann doch deutlich mit 5-1 gewonnen werden.

Am Rande kam es aber zu einer unschönen Szene: Als ein FSV Fan sich ein Bier holte und zurück in seinen Block wollte, hat er sich auf eine Diskussion mit Weher Fans eingelassen. Ein Bierbecher flog in seine Richtung und kurze Zeit später wollte der Bornheimer Mob das Tor zum Wehen Fanblock stürmen, was ihnen aber nicht gelang. Neben dieser Szene war das ganze Spiel von vielen gegenseitigen Anfeindungen geprägt. Da der FSV Frankfurt nach dieser Saison die Mannschaft komplett neu aufbaute, trennten beide Vereine für lange Zeit eine Klasse und die Rivalität legte sich vorerst wieder.

Taunus Torpedos 97“ – „Support Wehen 08

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Eine Antwort to “Die Taunus Torpedos: Teil 4. Die dritte RL-Saison / Rivalität mit dem FSV Frankfurt / Zersplitterung der Torpedos”

  1. […] Ihr wisst, muss auch die beste Serie einmal reißen und so kommt auch unsere (1, 2, 3 und 4) mit ihrem fünften und letzten Teil zu ihrem Ende. Nachdem im letzten Artikel die Zersplitterung […]

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